Die Heimat von Aneas
Das kleine Bild des “Guerriero di Capestrano” ist das Symbol für das Land der Abruzzen. Die starke, italienische Bevölkerung, trägt aber auch die Spuren fremder kultureller Einflüsse von Völkern, die durch diese Region gezogen sind in sich.
Diese Einflüsse gehen von den Römern, bis hin zu den Langobarden und von den Normannen bis hin zu den Spaniern.
Diese Mischung von außergewöhnlicher Natur und verschiedenen Kulturen hat zu einem einzigartigen Ergebnis geführt. Archäologie, Architektur und Traditionen sind prägend in der Region.
Zeugnisse der antiken Nekropolen wie zum Beispiel Fossa, welches auch das Stonehenge der Abruzzen genannt werden, bereichern noch heute die Kulur der Abruzzen.
Die römischen Siedlungen, wie zum Beispiel Alba Fucens, oder auch die romanischen Kirchen eine grundlegende Rolle spielen gehören zu den einzigartigen Zeugnissen einer kreativen und lebhaften Geschichte.
Oft verbergen sich in den Abruzzen hinter rustikalen, einfachen Formen filigrane, kleine jedoch einzigartige Wunder. Wer nur einmal die Fresken im Oratorium S. Pellegrino in Bominaco gesehen hat, spürt die Ewigkeit der Abruzzen in nur einem Augenlick.
Neben den kleinen Schätzen überzeugt auch die Benediktiner-Abtei S. Giovanni in Venere in eindrucksvoller Lage am Meer. In der einsamen Stille von S. Liberatore a Majella, sowie in den Einsiedeleien versteht man warum die Abruzzen bei Künstlern und Kreativen immer wieder als Inspiration versteht.
Die Schätze der Abruzzen, die wie kleine Juwelen in den Fels gefasst sind gewinnen an Bedeutung, weil man die historischen Leistungen der Menschen inmitten der wilden Natur spüren und noch heute erleben kann. Die Abruzzen sind für Italien nicht nur Quell kreativer, einzigartiger Leistungen, vielmehr verstehen die Italiener die Abruzzen als Manifest der Umweltbewegung in Italien.
Architektonischen und kulturelle Leit-Kultur
Doch die Zeiten gehen an den Schätzen der Abruzzen nicht vorbei. Vielmehr entwickeln sich diese Rohdiamanten unter der geschickten und geschichtsrespektvollen Fürsorge der Abruzesen zu wahren Kronjuwelen des italienischen Staates. Beispielhaft ist das Dorf Santo Stefano di Sessanio, dessen einzigartige Schönheit auch das Interesse ausländischer Unternehmer (und italienischer Grossfamilien) auf sich gezogen hat und sich jetzt – unter rigorosem Respekt für die architektonischen und kulturellen Gegebenheiten der Stätten – anschickt, zu einem eindrucksvollen “Hotel-Dorf” zu werden.
Aber nicht nur das. Das Erbe der Abruzzen ist reich, hier überleben Zeugnisse des christlichen Glaubens und des Heidentums, eindrucksvolle Szenen, wie die der Schlangenfänger von Cocullo, neben leichtfüßigen Bildern, wie in Sulmona das Osterfest der “Fliehenden Madonna”.
Wo Wölfe und Bären sich “Gute Nacht” sagen
Die Abruzzen beherbergen vier große Naturparks mit den höchsten Gipfeln des Apennin. Diese einmaligen Parks laden dazu ein unter südlicher Sonne Ski zu laufen und in der Ferne während der Anfahrt das tiefe Bau der Adria zu bewundern.
Mitten in Europa ein Land, in dem es noch heute die absolute Wildheit gibt. Nur hier begegnet man Gämsen, Hirschen und bewundert den Flug des Steinadler in der unberührten Natur. Doch man sei gewarnt, denn in den Abruzzen leben im verborgenen Bären und Wölfe.
In den Abruzzen sind diese Urbewohner der Wildnis nie ausgestorben. Zucht und Pflege dieser urbanen Fauna ermöglicht es heute diese Urbewohner der Wildnis in anderen Gebieten wieder heimisch lassen zu werden.
Absolute Dunkelheit, purer Luxus
Die Hochebenen der Abruzzen beherbergen besondere Attraktionen. Auf dem Campo Imperatore steht das höchstgelegene astronomische Observatorium Europas. Nur hier kann man ungestört den Himmel und seine Bewohner beobachten. Der Campo Imperatore liegt in absoluter nächtlicher Dunkelheit – bis heute findet man dort keine störenden künstlichen Lichtquellen.
Hat man sich den Himmel über den Abruzzen ausführlich angesehen, widmen man sich am besten anschliessend dem Himmel auf Erden zu: Wasserfälle, Seen und endlose Buchenwälder laden ein in Geschichten und Sagen der Abruzzen einzutauchen.
Sagenhaft ist auch der Calderone, Europas grösster Gletscher liegt unterhalb des Corno Grande, der höchsten Erhebung des Apennins – mitten in den Abruzzen.
Abruzzen: Wo die Sterne vom Himmel kommen
Und noch ein erst vor kurzem entdecktes Wunder: der Krater des Monte Sirente, der einzige, durch den Einschlag eines Meteoriten entstandene Krater in Italien, der auch zu den am besten erhaltenen und schönsten der Welt gehört, auch weil er einen kleinen, wunderbaren See umgibt.
Sport, Abenteuer und Nervenkitzel
Vom Gleitflug zum Free Climbing, vom Begehen der Canyons bis zum Kajaksport, vom Skilaufen zum Snowboard, das Angebot in den Abruzzen kann sich mit den elegantesten Ski-Orten Europas messen.
Ich kann gar nicht glauben was ich hier lese, denn dies ist der Ort, die Region, in der ich lebe. So vielseitig, spannend und Abwechslungsreich findet man in Europa sicherlich keinen zweiten Ort.
Quelle: Textübersetzung teilweise vom geschätzten Massimo Desiati, Regional-Referent für Fremdenverkehr, Umwelt, Naturparks und Territorium (2003).
Massimo Desiati findet man auch bei FaceBook. Heute wie vor 7 Jahren setzt er sich für die touristische Entwicklung in den Abruzzen ein und leistet immer noch Grosses. Der gebürtige Römer lebt heute mit seiner Familie in Vasto. Ich hoffe, dass er auch in Zukunft weitere (Bild-) Worte über die Abruzzen finden wird.




Trotz der hier und da versteckten misanthropischen Anmerkungen, die ich ausgesprochen trotz auch recht extremer Lebenserfahrung nicht teile, halte ich diesen Blogteil von Aenas für ein sehr gelungenes Portrait einer in der Tat eindrucksvollen Landschaft. Obwohl (ohne ein wenig Lokalpatriotismus geht das naürlich nicht – ich denle dabei an Tatarin von Tarascon) natürlich auch das Hautes Vercores, Quimper, die Isle of Skye (hier insbesondere der wunderschöne Garten der McDonalds in Armadale ( http://bit.ly/921kR5, Neist Point mit Blick auf den Inner Minch und die Äußeren Hebriden oder auch ganz einfach die Region Mittelhessen mit vermutlich einem sehr seltenen Kanutunnel zu nennen sind
Nichts für ungut
– A bientot – Christoph v. Gallera
Ja, Mittelhessen ist toll … Schottland ist auch toll. Dort habe ich die schönsten Monate meines Lebens verbracht… und den “Clan Donald Skye” werde ich ganz bestimmt besuchen… Ich habe die Bilder gerade gesehen und kann die satte, kräftige Luft dort schon riechen. Danke für diesen Link!